Einen guten Ausbildungsplatz im Bereich Steuern findet man, indem man gezielt nach Kanzleien sucht, die nicht nur einen Ausbildungsvertrag anbieten, sondern aktiv in die fachliche Entwicklung ihrer Auszubildenden investieren. Die Qualität des Ausbildungsbetriebs macht langfristig den größten Unterschied für den eigenen Karrierestart. In diesem Artikel beantworten wir die wichtigsten Fragen rund um die Suche, Bewerbung und den Einstieg in die Ausbildung zur Steuerfachangestellten.
Was sollte man bei der Wahl einer Steuerkanzlei als Ausbildungsbetrieb beachten?
Bei der Wahl einer Steuerkanzlei als Ausbildungsbetrieb sollte man vor allem darauf achten, ob die Kanzlei strukturierte Ausbildungswege, erfahrene Ausbildende und echte Entwicklungsperspektiven bietet. Eine gute Kanzlei begleitet Auszubildende nicht nur durch die Ausbildung, sondern bereitet sie auch auf Weiterbildungen zur Steuerfachwirtin oder zum Steuerfachwirt sowie zur Bilanzbuchhalterin oder zum Bilanzbuchhalter vor.
Konkret lohnt es sich, folgende Punkte zu prüfen:
- Ausbildungsstruktur: Gibt es einen klaren Plan, welche Bereiche durchlaufen werden? Wird von Anfang an mit echten Mandaten gearbeitet?
- Größe und Breite der Kanzlei: Größere, interdisziplinär aufgestellte Kanzleien bieten oft vielfältigere Einblicke in Steuerberatung, Wirtschaftsprüfung und Rechtsberatung.
- Weiterbildungsangebote: Fördert die Kanzlei interne und externe Fortbildungen aktiv?
- Berufsträger als Ansprechpersonen: Stehen Steuerberaterinnen und Steuerberater sowie Wirtschaftsprüferinnen und Wirtschaftsprüfer als direkte Ansprechpersonen zur Verfügung?
- Standort und Erreichbarkeit: Passt die Kanzlei zum Alltag und zur Lebenssituation?
Eine Kanzlei, die selbst ausbildet und Mitarbeitende langfristig fördert, ist ein deutlich besseres Umfeld als eine, die Auszubildende vor allem als günstige Arbeitskräfte sieht.
Wo findet man offene Ausbildungsplätze im Bereich Steuern?
Offene Ausbildungsplätze als Steuerfachangestellte findet man auf Jobportalen wie Indeed, StepStone oder der Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit, aber auch direkt auf den Karriereseiten einzelner Kanzleien. Letztere sind oft besonders lohnend, weil dort Stellen erscheinen, die noch nicht öffentlich ausgeschrieben sind.
Weitere Anlaufstellen sind:
- die Lehrstellenbörse der Steuerberaterkammer des jeweiligen Bundeslandes
- lokale Tageszeitungen und regionale Stellenportale
- LinkedIn und XING, wo viele Kanzleien aktiv Auszubildende suchen
- schulische Netzwerke und Berufsinformationszentren (BIZ)
- Direktbewerbungen bei Kanzleien, die persönlich bekannt oder empfohlen wurden
Wer früh sucht, hat die besten Chancen. Viele Kanzleien vergeben ihre Ausbildungsplätze in der Steuerberatung bereits Monate vor Ausbildungsbeginn, oft schon im Herbst oder Winter des Vorjahres.
Welche Unterlagen braucht man für die Bewerbung als Steuerfachangestellte?
Für die Bewerbung als Steuerfachangestellte werden in der Regel ein Anschreiben, ein tabellarischer Lebenslauf und aktuelle Schulzeugnisse benötigt. Je nach Kanzlei können zusätzliche Dokumente wie ein Praktikumszeugnis oder ein Motivationsschreiben sinnvoll sein.
Eine vollständige Bewerbungsmappe enthält typischerweise:
- Anschreiben: Warum interessiert man sich für die Ausbildung und genau diese Kanzlei? Konkrete Formulierungen sind überzeugender als Floskeln.
- Lebenslauf: Übersichtlich, aktuell und ohne Lücken. Schulische Stationen, Praktika und relevante Hobbys gehören dazu.
- Schulzeugnisse: Mindestens das letzte Halbjahreszeugnis, idealerweise auch der Abschluss.
- Praktikumszeugnisse oder Referenzen: Falls vorhanden, zeigen sie Eigeninitiative und erste Berufserfahrung.
Achten Sie auf eine fehlerfreie Rechtschreibung und ein einheitliches Layout. In einer Steuerkanzlei zählt Sorgfalt, und das beginnt bereits bei der Bewerbungsmappe.
Welche Schulabschlüsse und Noten sind für die Ausbildung relevant?
Formal reicht für die Ausbildung als Steuerfachangestellte ein mittlerer Schulabschluss (Realschulabschluss). In der Praxis bewerben sich aber viele Kandidatinnen und Kandidaten mit einem höheren Abschluss, und gute Noten in Mathematik und Deutsch erhöhen die Chancen deutlich.
Besonders relevant sind folgende Fächer:
- Mathematik: Zahlenverständnis und logisches Denken sind im Berufsalltag täglich gefragt.
- Deutsch: Schriftliche Kommunikation mit Mandanten und Behörden erfordert sprachliche Sicherheit.
- Wirtschaft oder Rechnungswesen: Wo angeboten, zeigen gute Noten hier echtes Interesse am Berufsfeld.
Ein Abitur oder Fachabitur ist kein Muss, aber wer es mitbringt, eröffnet sich später schneller den Weg zur Weiterbildung als Steuerfachwirtin oder Steuerfachwirt oder sogar zum Steuerberaterexamen.
Wie läuft ein Vorstellungsgespräch in einer Steuerkanzlei ab?
Ein Vorstellungsgespräch in einer Steuerkanzlei läuft in der Regel persönlich und in entspannter Atmosphäre ab. Es geht weniger darum, Fachwissen abzufragen, sondern darum, die Person kennenzulernen und zu prüfen, ob sie zur Kanzlei passt.
Typische Gesprächsthemen sind:
- die Motivation für den Beruf als Steuerfachangestellte und die konkrete Kanzlei
- schulische Stärken und Schwächen
- bisherige Praktika oder Berufserfahrungen
- Vorstellungen von der Ausbildung und Ziele danach
- praktische Fragen zu Verfügbarkeit, Arbeitszeiten und Mobilität
Bereiten Sie sich darauf vor, ehrlich und konkret zu antworten. Zeigen Sie echtes Interesse, indem Sie vorab Informationen über die Kanzlei einholen und eigene Fragen mitbringen. Das hinterlässt einen guten Eindruck und zeigt, dass die Entscheidung ernst genommen wird.
Was verdient man während der Ausbildung als Steuerfachangestellte?
Die Ausbildungsvergütung als Steuerfachangestellte variiert je nach Kanzlei, Region und Ausbildungsjahr. Sie steigt in der Regel mit jedem Ausbildungsjahr an und orientiert sich an den Empfehlungen der Steuerberaterkammern sowie der individuellen Vergütungspolitik der Kanzlei.
Wichtig zu wissen: Viele Kanzleien zahlen über den Mindestempfehlungen, wenn sie gezielt gute Auszubildende gewinnen möchten. Es lohnt sich also, beim Vorstellungsgespräch aktiv nachzufragen, wie die Vergütung aufgebaut ist und ob es zusätzliche Leistungen wie Fahrkostenzuschüsse, Lernmittelunterstützung oder Prämien für gute Prüfungsleistungen gibt.
Die Ausbildungsvergütung ist ein Faktor, aber nicht der einzige. Langfristig wichtiger ist, was man in der Ausbildung lernt und welche Türen sie danach öffnet.
So unterstützt SLD den Einstieg in die Steuerberatung
Wir bei SLD bilden selbst Steuerfachangestellte aus und begleiten Auszubildende von Anfang an mit echter fachlicher Tiefe. Was das konkret bedeutet:
- Von Beginn an wird mit echten Mandaten und erfahrenen Berufsträgerinnen und Berufsträgern zusammengearbeitet
- Interne und externe Fortbildungen sind fester Bestandteil der Entwicklung bei uns
- Wir bieten klare Karrierewege: von der Ausbildung über die Weiterbildung zur Steuerfachwirtin oder zum Steuerfachwirt sowie zur Bilanzbuchhalterin oder zum Bilanzbuchhalter bis hin zum Steuerberaterexamen
- An unseren Steuerstandorten in Regensburg, Neutraubling und Straubing finden Sie Positionen im Steuerbereich in Vollzeit und Teilzeit
- Wir zahlen individuelle, angemessene Vergütungen, die der Leistung und Entwicklung gerecht werden
Wenn Sie mehr über eine Karriere bei SLD erfahren möchten oder direkt in den Bewerbungsprozess einsteigen wollen, schauen Sie sich unser Kurzbewerbungsportal an oder nehmen Sie Kontakt mit uns auf. Wir freuen uns auf Sie.
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